Gaststätte "Allgäu"

Ein Blick zurück

Das "Allgäu" ist untergebracht in einem denkmalgeschützten Gebäude, das um 1721 von italienischen Baumeistern errichtet wurde. 1718 war Ludwigsburg unter Herzog Eberhard Ludwig zur Stadt, zur Residenz und zur dritten Hauptstadt des Herzogtums erhoben worden, und es erfolgten mehrere Aufrufe zur Ansiedlung.

Das erste bürgerliche Haus war ein Wirtshaus, das "Gasthaus zum Waldhorn", und auch in der Schloßstraße, wo sich die Gewerbetreibenden und Handelsleute bevorzugt niederließen, taten sich die Gastwirte hervor.

Die "Wirtschaft ohne Namen"

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts finden wir in den Chroniken für das Haus in der Schloßstraße 35 die Erwähnung einer "Wirtschaft ohne Namen", die viel von Fuhrwerksbesitzern der umliegenden Dörfer besucht wurde. Sie konnten dort in Ruhe vespern, während der Hausknecht die Pferde fütterte und tränkte.

In den 50er Jahren wurde das Lokal von den Entenmanns zum stadtbekannten "Entenmann". Frau Entenmann ist inzwischen 92, aber mit ihren Freundinnen immer noch ein gern gesehener Gast im "Allgäu".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie alles begann

Christoph Rieger hatte eigentlich Buchhändler werden wollen. Aber dann kam alles ganz anders: Nach seiner Ausbildung zum Koch im Hotel-Restaurant "Hirsch" in Stetten im Remstal und im "Schwanen" in Ochsenbach übernahm der gebürtige Ulmer 1998 das Szenelokal "S 35" ("Schloßstraße 35") und taufte es kurzerhand um in "Allgäu". Er erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum: eine eigene Gaststätte, in der sich traditionelle Kochkunst mit moderner Lebensart verbindet.

 

Die Fassade des "Allgäus"

1715 wurden der "Hirsch" und der "Löwe" gebaut und das erste Kaffeehaus eröffnet, denn seit dieser Zeit darf offiziell "Wein, Bier und Brandwein geschenkt" werden. Dutzende von Künstlern und Arbeitern, die mit dem Schlossbau beschäftigt waren, mussten ja schließlich versorgt werden. Gastlichkeit hat also Tradition in der Schloßstraße!

 

©Stadtarchiv Ludwigsburg